Für Runden-Strategie Fans: „The Battle of Polytopia“

Wer sich durch den App-Store „wischt“, wird von einer Flut von Spielen erfasst. Doch wie finde ich darin die Perlen, die mich im Spielfluss nicht alle paar Minuten mit Werbung erschlagen, oder mir In-App Käufe anbieten, damit das Game schneller (oder überhaupt) spielbar bleibt? Bei mir war es schlicht Zufall, als ich nach einem passenden Strategiespiel für unterwegs gesucht habe. Rundenbasiert, nicht zu kompliziert, aber anspruchsvoll sollte es sein – und so fand ich: „The Battle of Polytopia“

Midijwan AB hat „The Battle of Polytopia“ entwickelt

Verantwortlich für das „turn based strategic adventure“ (TBS) ist das unabhängige Spielestudio Midjiwan AB aus Stockholm (Schweden). Das 2016 erschienene Spiel wurde laut Google Play-Store über eine Million Mal installiert. Es ist kostenlos und enthält keine Werbung. Zudem ist es auch für Apples iOS und bald auch auf Steam erhältlich.

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Um was geht es in „The Battle of Polytopia“?

Spontan würde ich „The Battle of Polytopia“ als „Civilization light“ umschreiben. Ihr startet mit einem Stamm eurer Wahl – ich favorisiere die Baldur und die Vengir – auf einer Weltkarte, die zuerst erkundet werden möchte. Der Ausgangspunkt ist eure Hauptstadt, die – wie alle folgenden Städte – eine bestimmte Anzahl von Sternen pro Runde generiert. Diese könnt ihr nutzen, um Forschung zu betreiben, Militär-Einheiten zu bauen oder eure Stadt zu erweitern, um so einerseits die Anzahl an Sternen pro Runden zu steigern und andererseits das von der Stadt unterstützte Einheitenlimit zu erhöhen. Je weiter euer technologischer Fortschritt ist, umso stärker werden eure Einheiten und besser eure Stadterweiterungen. Auf dieser Grundlage müsst ihr dann gegen andere Stämme und in verschiedenen Spielmodi bestehen.

Alleine gegen Bots oder online gegen andere SpielerInnen

Vier verschiedene Modi, aufgeteilt in je zwei für Single- und Multiplayer, stehen zur Auswahl. Wer lieber alleine spielt, kann zwischen „Perfection“ (ihr habt 30 Runden Zeit, möglichst viele Punkte zu erreichen) und „Domination“ (das Spiel endet erst, wenn alle Gegner besiegt wurden) auswählen. In „Perfection“ könnt ihr ferner mit eurer Punktzahl den weltweiten Highscore erstürmen. Im Multiplayer stehen hingegen „Glory“ (wer zuerst 10.000 Punkte erreicht, gewinnt) und „Might“ (erobere für den Sieg alle Hauptstädte) zur Verfügung. Der Online-Modus ist jedoch erst nach einem In-App Kauf abrufbar – der aus meiner Sicht jedoch absolut fair ist.

Weitere Völker in „The Battle of Polytopia“ kaufen

Zum Start stehen euch vier Völker zur Auswahl, nämlich Xin-xi (asiatisch angehaucht), Imperius (quasi „Römer“), Bardur (Wikinger) und Oumaji (arabischer Stamm). Weitere Völker können für 99 Cent, spezielle Völker für 1,99 Euro freigeschaltet werden. Sobald ihr euch das erste Volk gekauft habt, wird der Online-Modus freigeschaltet. Bei mir sind es bislang die Hoodrick (haben was von Robin Hood) und die Vengir (ein Kriegerstamm) für je 99 Cent geworden. Die Völker sind in puncto Stadt-Erweiterungen, Forschungen und Einheitentypen identisch, unterscheiden sich aber in Grafiksets und in der bereits erforschten Starttechnologie – so haben die Vengir zum Anfang schon die mächtigen Schwertkämpfer, während ihr mit den Bardur sofort Wild jagen könnt, bzw. die dazugehörige Stadterweiterung habt. Welcher Stamm sich offenbar mehr unterscheidet, von mir aber noch nicht ausprobiert wurde, ist Aquarion, der laut Beschreibung einen „etwas anderen Technologie-Baum“, sowie Zugang zu einer einzigartige amphibische Einheit hat.

Und wie spielt es sich?

Kurz: Es macht einen Heidenspaß und ist optimal für zwischendurch! Letzteres liegt auch daran, dass das Spiel nach jeder Runde speichert und ihr stets raus (und wieder rein) könnt. Zudem fühlen sich die vier Schwierigkeitsgrade (einfach, normal, hart und verrückt) gut austariert an. Während „einfach“ zum Einstieg taugt, eignet sich „normal“ für das lockere Spiel zwischendurch, während „hart“ fordernd und „verrückt“ äußerst anspruchsvoll ist. Dabei haben beide Singleplayer-Spielmodi etwas für sich: Denn mit seiner Rundenbegrenzung erfordert „Perfection“ eine andere Strategie als „Domination“. Ich spiele sie beide – egal ob zur Zerstreuung im Alltag, oder beim Fahren mit der Bahn.

Für den Multiplayer braucht ihr Freunde

In puncto Multiplayer kann ich nur über den Modus „Might“ berichten: Den spiele ich gerade mit einem Kollegen (und einigen Bots). Die Züge der SpielerInnen erfolgen nacheinander und werden vom „Polytopia“-Server gespeichert – was zum Anfang etwas problematisch war, da das ein oder andere Spiel mal „verschluckt“ wurde, bzw. die Züge des einen Spielers nicht an den anderen „Polytopian“ (so werden die SpielerInnen genannt) übertragen wurden. In den letzten Partien ist dieses Problem jedoch nicht mehr aufgetreten.

Wichtig: Wer gegen eineN menschlicheN GegenspielerIn antreten möchte, braucht die individuelle PlayerID, um die- oder denjenigen als Freund hinzufügen zu können. Nur dann könnt ihr gemeinsame Spiele eröffnen; eine Art „öffentliches Verzeichnis“ gibt es nicht. Der Entwickler verweist dabei auf sein Discord-Forum, seine Facebook-Gruppe und auf den Twitter-Hashtag #playpolytopia. Da werdet ihr entsprechend fündig.

Nun, genug geschrieben – probiert es aus und schreibt mir per Kommentar, wie ihr das Spiel findet. Ich werde mir in der Zwischenzeit die Polytopia Paper Foldables näher anschauen.

„The Battle of Polytopia“ von Midjiwan AB

Beschreibung des Entwicklers:

„The Battle of Polytopia is a turn based strategic adventure. It’s a game about ruling the world, fighting evil AI tribes, discovering new lands and mastering new technologies. Auto generated maps make each game a new experience, with unlimited replay value. Pick and choose among different tribes. Wander in the dark cold forests of Barduria, explore the steamy Kickoo jungles or claim the lush field of the Imperius empire.“

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